Was ist der Hausvorteil?
Der Hausvorteil ist der mathematische Vorteil, den ein Casino gegenüber Spielern bei jedem angebotenen Spiel hat. Er wird als Prozentsatz ausgedrückt und gibt an, wie viel das Casino aus jedem gesetzten Betrag langfristig im Durchschnitt einbehält.
Wie der Hausvorteil funktioniert
Ein Roulette-Kessel mit einer Null hat einen Hausvorteil von 2,7 Prozent. Bei jedem eingesetzten Betrag von 100 € erwartet das Casino langfristig 2,70 € zu behalten. Beim Amerikanischen Roulette mit zwei Nullen steigt der Hausvorteil auf 5,26 Prozent, was den Casinovorteil fast verdoppelt. Deshalb bevorzugen erfahrene Spieler Europäisches oder Französisches Roulette, wo es verfügbar ist.
Hausvorteil nach Spieltyp
Verschiedene Spiele haben sehr unterschiedliche Hausvorteile. Blackjack mit Basisstrategie kann unter 0,5 Prozent liegen. Beim Baccarat auf die Bank beträgt der Hausvorteil rund 1,06 Prozent. Standard-Spielautomaten liegen zwischen 2 und 10 Prozent. Keno und Rubbellose können 20 bis 25 Prozent übersteigen. Diese Zahlen zu kennen hilft dabei, Spiele zu wählen, bei denen das Budget länger hält.
Die Beziehung zur RTP
Hausvorteil und RTP sind zwei Seiten derselben Zahl. Ein Spiel mit 96 Prozent RTP hat einen Hausvorteil von 4 Prozent. Der Hausvorteil entsteht, weil die Spielquoten so gestaltet sind, dass sie leicht zugunsten des Casinos ausfallen. Das ist keine Manipulation, sondern die Mathematik, die Casinos profitabel betreibt. Alle regulierten Casinos funktionieren nach diesem Prinzip.