Was ist eine Spread-Wette?
Eine Spread-Wette ist eine Wette darauf, ob ein Ergebnis über oder unter einem vom Anbieter festgelegten Wert liegt, anstatt einfach auf Sieg oder Niederlage zu setzen. Beim Spread-Betting skaliert dein Gewinn oder Verlust damit, wie weit das tatsächliche Ergebnis vom Spread entfernt liegt. Extremere Ergebnisse führen zu größeren Gewinnen oder Verlusten.
Finanzielles Spread-Betting
An Finanzmärkten ermöglicht Spread-Betting das Spekulieren auf Kursbewegungen von Aktien, Indizes oder Währungen. Kaufst du eine Spread-Wette auf einen Index bei 7.500 und er steigt auf 7.550, erzielst du einen Gewinn von 50 multipliziert mit deinem Einsatz pro Punkt. Fällt er auf 7.450, verlierst du genauso viel. Das Risiko ist theoretisch unbegrenzt, wenn sich der Kurs stark gegen dich entwickelt. Deshalb sind Stop-Loss-Orders besonders wichtig. In Deutschland unterliegt finanzielles Spread-Betting der Aufsicht durch die BaFin.
Punkt-Spread im Sport
Im US-amerikanischen Sportwettenmarkt ist ein Punkt-Spread ein Handicap, das zwei ungleiche Teams ausgleicht. Wettest du auf den Favoriten, muss dieser mit mehr als dem Spread-Wert gewinnen. Wettest du auf den Außenseiter, kann dieser auch innerhalb des Spreads verlieren. Du gewinnst trotzdem. Ein Spread von -6,5 bedeutet, dass der Favorit mit mindestens 7 Punkten vorn liegen muss. Der Begriff „Spread-Wette“ trägt in diesem sportlichen Zusammenhang nicht das unbegrenzte Verlustrisiko des finanziellen Spread-Bettings.