Wie man jemandem mit Spielproblemen hilft

Es ist belastend und oft verwirrend, wenn jemand, dem man nahesteht, mit dem Glücksspiel kämpft. Der Wunsch zu helfen ist verständlich, doch wie man das Gespräch angeht, entscheidet häufig darüber, ob es etwas bewirkt.

Das Gespräch beginnen

Wähle einen ruhigen Moment, in dem die Person gerade nicht spielt und nicht unter akutem Stress steht. Formuliere deine Sorge aus einer Haltung der Fürsorge heraus, nicht als Anklage. Ein Satz wie „Ich habe gemerkt, dass du dir wegen Geld Sorgen machst, und mache mir Sorgen um dich“ kommt besser an als „Du musst mit dem Spielen aufhören“. Nenn konkrete Beobachtungen statt Verallgemeinerungen. Sei auf Ablehnung oder Abwehr vorbereitet, das ist eine häufige erste Reaktion.

Praktische Schritte, die du unternehmen kannst

Ermutige die Person, eine Spielsucht-Beratungsstelle zu kontaktieren, zum Beispiel die BZgA-Hotline (0800 1 37 27 00) oder Anonyme Spieler. Biete an, gemeinsam nach Informationen zu suchen, ohne etwas aufzuzwingen. Gam-Anon kann auch für dich selbst wertvoll sein, denn nahestehende Personen von Spielenden tragen oft eine eigene Last. Leihe kein Geld, übernimm keine Schulden und triff keine finanziellen Entscheidungen, die das Weiterspielen erleichtern könnten, auch wenn die Absicht dahinter gut ist.

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